Ultraschall
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie, Echographie) ist ein Verfahren zur bildlichen Darstellung verschiedener Körperregionen mit Hilfe von Ultraschallwellen. Der Tierarzt verwendet für die Untersuchung einen Schallkopf. Dieser Schallkopf wird auf den Körper aufgesetzt und sendet Ultraschallwellen in den Körper. Die Schallwellen werden im Organismus des Patienten je nach Gewebeart absorbiert oder reflektiert. Der Schallkopf kann die reflektierten Schallwellen wiederum empfangen. Er wirkt also gleichzeitig als Schallsender und Schallempfänger. Die reflektierten Schallwellen werden in elektrische Impulse verwandelt und auf einem Bildschirm dargestellt. Dieses diagnostische Verfahren ist unschädlich für die Patienten.
Die Tierärztliche Klinik bietet für ihre Patienten nicht nur die Möglichkeit die weit verbreiteten Untersuchungsmethoden des Röntgens und der Sonographie einzusetzen, sondern verfügt zusätzlich auch über die erforderliche Ausstattung zur Durchführung von Computertomographien und Kernspintomographien. Dieses Niveau der bildgebenden Diagnostik ist in der Tiermedizin immer noch eine seltene Ausnahme. Zum Nutzen der Patienten kann das optimale Verfahren gewählt werden; ein Ausweichen auf eine weniger geeignete Methode infolge eines Mangels an besseren Möglichkeiten ist nicht zu befürchten.
Die Ultraschalldiagnostik ist hervorragend für die Untersuchung von Weichteilgeweben und flüssigkeitsgefüllten Körperhöhlen (z. B. Bauchwassersucht, Brusthöhlen- oder Herzbeutelerguss), nicht jedoch von Knochen oder lufthaltigen Geweben (z. B. Lunge) bzw. luftgefüllten Körperhöhlen (z. B. Stirnhöhle) geeignet; für die letztgenannten Körperregionen sind die Röntgenverfahren wie das konventionelle Röntgen oder die Computertomographie eine wertvolle Ergänzung. Eine Domäne der Ultraschalltechnik ist die Untersuchung bewegter Organe, besonders des Herzens oder der Blutgefäße, weil eine Darstellung in Echtzeit (Real-Time-Verfahren) erfolgen kann. Andere bildgebende Verfahren dagegen wie das Röntgen, die Computer- oder die Kernspintomographie erfahren durch Bewegungen (z. B. Herz-, Atem-, Darmbewegungen oder Blutgefäßpulsationen) eine Verminderung der Bildqualität (so genannte Bewegungsartefakte). Ein weiterer großer Vorteil der Ultraschallmethode liegt darin, dass in der Regel keine Narkose erforderlich ist.
In der Tierärztlichen Klinik werden routinemäßig alle der Sonographie zugänglichen Organe, insbesondere Bauchhöhlen- und Geschlechtsorgane einschließlich Trächtigkeitsdiagnostik, Herz (siehe Kardiologie), Schilddrüse, Haut und Augen nach Terminabsprache untersucht.
Vorbereitend sollten sie bei geplanten Untersuchungen der Bauchhöhle ihr Tier mindestens 12 Stunden fasten lassen, um zu vermeiden, dass Futtermassen im Magen-Darm-Kanal die Sicht des Untersuchers einschränkt. Eine Wasseraufnahme ist dagegen jederzeit, besonders auch unmittelbar vor der Diagnostik erwünscht. Kotabsatz des Tieres kurz vor dem Termin ist ebenfalls förderlich. Allerdings sollte der Urinabsatz 2 bis 3 Stunden vor der Sonographie möglichst verhindert werden, da die Blase zur besseren Beurteilung mittelgradig gefüllt, aber nicht leer sein sollte.
Gemäß der Empfehlung des Bundesverbandes Praktischer Tierärzte (BPT) werden Rassekatzen im Rahmen der Zuchttauglichkeitsuntersuchungen durch einen geprüften Untersucher der Klinik auf Polycystic Kidney Disease (PKD) untersucht.
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