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Kardiologie

Die sorgfältige Untersuchung des Herzens sollte die klinische Untersuchung, die Blutdruckmessung, eine spezielle Blutuntersuchung, die Röntgendiagnostik der gesamten Brusthöhle, die Elektrokardiographie (EKG) und die Echokardiographie umfassen.

Die klinische Untersuchung beinhaltet neben einer allgemeinen Untersuchung vorallem eine spezielle Untersuchung des Herz-Kreislaufsystems. Bei der Auskultation werden Herz und Lunge abgehört; Veränderungen gegenüber den normalen Befunden geben wichtige Hinweise für die Diagnosestellung. Auch eine Beurteilung des Herzspitzenstosses und eines gelegentlich auftretenden Schwirrens vor dem Herzen durch Abtasten (Palpation) sollte durchgeführt werden. Weiterhin werden das arterielle, venöse und kapilläre Gefäßsystem durch einfache Methoden wie z. B. das Fühlen des Pulses beurteilt. Die Bedeutung der klinischen Untersuchung wird im Zeitalter der Gerätemedizin oft unterschätzt. Sie ermöglicht aber bei einem Herzversagen (Herzinsuffizienz) i.d.R. die Zuordnung der Erkrankung zur rechten oder linken Herzhälfte sowie die Beurteilung, ob es sich um Vorwärts- oder Rückwärtsversagen handelt. In einigen Fällen gelingt sogar eine exakte Diagnosestellung nur mit der klinischen Untersuchung.

Die Blutdruckmessung ist ein einfach durchzuführendes, aber sehr wichtiges Untersuchungsverfahren nicht nur in der Kardiologie. In der Tierärztlichen Klinik haben wir uns für das modernste Messverfahren, die High Definition Oscillometry (HDO) entschieden. Bluthochdruck (Hypertonie) ist gefährlich, weil er zu Endorganschäden führen kann. So können die Augen durch einen hohen Blutdurck bis zur Blindheit geschädigt werden, weil Blutgefäße in der Netzhaut platzen. Auch ein Nierenversagen oder eine Erkrankung des zentralen Nervensystems sind möglich. Eine Herzerkrankung kann sowohl Ursache als auch Folge einer Hypertonie sein. Auch ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) sollte erkrannt werden. Ist eine Hyper- oder Hypotonie festgestellt worden, muss weiter nach der Ursache gefandet werden, um möglichst effektiv behandeln zu können.

Eine allgemeine und spezielle Blutuntersuchung kann weitere Informationen für das „diagnostische Puzzle“ liefern. So können bei bestimmten Herzerkrankungen die Leber in Mitleidenschaft gezogen oder die Harnstoff- und Kreatininkonzentrationen erhöht sein. Bei der Ursachenermittlung eines Bluthochdrucks ist die Blutuntersuchung ebenso erforderlich. Neuere Blutparameter geben Hinweise auf eine Schädigung des Herzmuskels oder ermöglichen eine Unterscheidung zwischen Atemwegs- und Herzerkrankungen.

Die Röntgendiagnostik erlaubt eine Beurteilung der Herzgröße und der -umgebung mit der Lunge. Auch Hinweise, ob eine Herzerkrankung auch zum Herzversagen geführt hat, die Stauung von Lungengefäßen oder ein Lungenödem können erkannt werden. Das Röntgen wird durch die Ultraschalluntersuchung ergänzt.

Die Elektrokardiogaphie (EKG) ist zwar ein relativ altes diagnostisches Verfahren in der Kardiologie, aber immer noch unersetztlich. Insbesondere die Beurteilung des Herzrhythmus erfolgt mit der EKG. In der Tierärztlichen Klinik verwenden wir ein Computer-EKG, dass insbesondere bei Kontrollen und bei der Archivierung viele Vorteile gegenüber älteren Geräten bietet.

Die Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) ist heute eine Routinemethode zur Diagnose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Gegensatz zum Röntgen gelingt es mit der Echokardiographie, das Innere des Herzens zu betrachten und auszumessen. Mit Hilfe verschiedener Techniken (B-Bild- und M-Bild-Methode, Spektral- und Farb-Doppler-Sonographie) kann das Herz in der Bewegung sowie der Blutfluss im Herzen und in den großen Gefäßen untersucht und beurteilt werden.

Das gesamte Spektrum moderner Herzdiagnostik durch einen spezialisierten Tierarzt wird durch die Tierärztliche Klinik angeboten. Weiterführende spezielle Untersuchungsverfahren, wie die Brusthöhlenuntersuchung mit Hilfe der Computertomographie, stehen zur Verfügung.


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